Eine Frau hält einen Becher mit einem grünen Getränk in der Hand und trinkt mit dem Strohhalm. Daneben ein grünes Pulver, beide Bilder sind halbkreisförmig und stehen auf einer gelben Fläche, auf der ein weißer Punkt platziert ist.

Matcha vs. Kaffee – was ist gesünder?

Kaffee und der vermahlene japanische Grüntee Matcha liefern beide Koffein. Doch wirken sie gleich auf Körper und Gesundheit?

Format:
Vergleich
Autor:
Waltraud Hable
zuletzt geändert:
17.03.2026
Lesezeit:
1 Minute

Matcha vs. Kaffee: Koffein und Wirkung

Prinzipiell wirken beide Getränke wach­machend. Eine Tasse Matcha aus rund 2 Gramm hochwertigem Matcha­pulver enthält etwa 60 bis 70 mg Koffein. Das entspricht ungefähr einem Espresso. Beim Kaffee gilt: Der Koffein­gehalt hängt stark von Bohne und Zubereitung ab. Die Sorte Robusta enthält fast doppelt so viel Koffein wie Arabica. Eine Tasse Filter­kaffee (200 ml) kann je nach Sorte und Stärke 80 bis 160 mg Koffein liefern.

Der Unter­schied liegt also weniger in der Koffeinmenge als in der Wirkung: Beim Kaffee wird das Koffein schneller aufgenommen und der Energie­schub flacht schnell wieder ab. Matcha enthält zusätzlich L-Theanin. Diese Amino­säure verlangsamt die Koffein­aufnahme. Studien zufolge führt das zu einer gleich­mäßigeren Wach­heit ohne Nervosität und verbesserter Konzentration.

→ Matcha sorgt mit L-Theanin für sanfte und länger anhaltende Aufmerksamkeit.

Matcha vs. Kaffee: Verträglichkeit

Kaffee ist säure­haltiger und kann für Sod­brennen und Magen­reizungen sorgen. Matcha wiederum enthält viele Gerb­stoffe (Tannine), die die Aufnahme von Eisen im Darm hemmen können. Empfohlen wird, ca. 2 Stunden zwischen dem Matcha-Konsum und den Mahl­zeiten zu warten, um dieses Risiko zu minieren.

→ Bei empfindlichem Magen ist Matcha die bessere Wahl. Doch Vorsicht bei bestehendem Eisenmangel.

Matcha vs. Kaffee: Gesundheitsvorteile

Moderater Kaffeekonsum kann der Gesund­heit dienen. Genauer gesagt sollen 3 Tassen Kaffee bzw. 200 bis 300 mg Koffein pro Tag mit einem verringerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Typ-2-Diabetes verbunden sein – sagt eine Langzeitstudie mit Daten der UK Biobank mit über 500.000 Teil­nehmer:innen. Matcha liefert einen hohen Anteil des Antioxidans Epigallocatechin-3-gallat (EGCG), das entzündungs­hemmend wirken kann. Allerdings ist die Studien­lage bei Matcha noch klein.

→ Kaffee punktet bei wissen­schaftlich belegten Gesund­heitsvorteilen.

Fazit:

Für den schnellen Wach­kick ist Kaffee unschlagbar. Länger anhaltende Energie liefert Matcha. Gesund­heit­lich ist Kaffee durch klinische Daten besser belegt, während bei Matcha noch mehr Forschung nötig ist.

Kaffee oder Matcha: Was ist besser für mich?

Ich muss schnell wach werden 
→ Kaffee

Ich will Konzentration und Fokus 
→ Matcha

Ich habe einen empfindlichen Magen 
→ Matcha 

Ich brauche Energie und will mein Herz-Kreislauf-System schützen
→ Kaffee (die Forschung empfiehlt 3 Tassen)