Eine dreiköpfige Familie steht von hinten zu sehen zusammen und umarmt sich vor blauem Hintergrund, während die Frau nach oben zeigt.

Finanzielle Vorsorge für Kinder: 6 Tipps für die Absicherung

6 praktische Tipps von Finanzexpertin und Co-Host des Podcasts Moneyküre Beatrice Schobesberger.

Format:
So geht's
Autor:
Christina Hiptmayr
zuletzt geändert:
23.09.2026
Lesezeit:
2 Minuten

Ein Kind verändert alles – auch die Finanzen. Viele Eltern fragen sich: Wie kann ich mein Kind finanziell absichern? Wie sorge ich für die Zukunft meiner Familie vor? Und wie bringe ich meinem Kind den Umgang mit Geld bei? Mit diesen sechs Tipps gelingt’s.

Tipp 1: Offene Kommunikation über Geld & Ausgaben

Sprecht früh und offen über eure Finanzen. „Dieses Übers-Geld-Sprechen im Zuge einer Partner­schaft und später einer Familien­gründung ist total wichtig. Und zwar nicht nur reden, sondern auch klare Vereinbarungen treffen“, sagt Finanz­expertin Beatrice Schobesberger. Für die laufenden Familien­ausgaben empfiehlt sie ein Gemeinschafts­konto. Beide Partner:innen zahlen entsprechend ihrem Einkommen ein – wer mehr verdient, übernimmt auch einen größeren Anteil. Genauso wichtig ist ein Haushalts­plan. Wenn du deine monatlichen Einnahmen und Fixkosten kennst, kannst du besser planen und unerwartete Ausgaben leichter stemmen.

Tipp 2: Richtige Vorsorge: Versicherungen für Kinder

Mit einem Kind steigen auch die finanziellen Risiken. Deshalb lohnt sich ein Versicherungs-Check. „Für Jung­familien ist eine umfassende Gesund­heits­absicherung besonders wichtig“, so Schobesberger. Je nach Lebenssituation gehören dazu eine private Kranken­versicherung – auch für ambulante Behandlungen –, eine Unfall­versicherung, eine Lebens­versicherung, die Kapital bildet, eine gute Haft­pflicht­versicherung sowie eine Rechts­schutz­versicherung. 

Gerade als Frau solltest du auch nicht auf die eigene Vorsorge vergessen. Durch Karenz und Teil­zeit­arbeit entstehen oft Pensions­nachteile. Schobesberger empfiehlt deshalb, sich mit dem in Österreich noch wenig in Anspruch genommenen Pensionssplitting aus­einander­zu­setzen: „Ich bin absolut der Meinung, dass der Partner, der seine Karriere ungestört fortsetzen kann, das auch abgelten soll, indem er einen Teil seiner Pensions­ansprüche auf die Partnerin überträgt“, so die Finanz­expertin.
 

Tipp 3: Frühzeitig für Kinder sparen

Je früher Geld für Kinder investiert wird, desto höher sind die Chancen auf hohe Erträge und eine sehr gute Wert­entwicklung. „Das gute alte Sparbuch oder der Bau­spar­vertrag bringen heute kaum noch etwas. Ein Kind hat einen Anlage­horizont von 18 oder mehr Jahren – diesen Vorteil sollte man nutzen und zumindest teilweise in einen breit diversifizierten, am besten weltweit investierten Aktien­fonds oder ETF anlegen“, empfiehlt Schobesberger. Wichtiger als hohe Einmal­beträge sei dabei Kontinuität. Eltern sollten monatlich einen gewissen Betrag in eine Lebens­versicherung einzahlen. Bereits ab der Geburt können Eltern, Groß­eltern oder Pat:innen so lang­fristig Vermögen für ein Kind aufbauen. 

Tipp 4: Praktische Finanzbildung für Kinder im Alltag

Finanz­bildung für Kinder beginnt zu Hause. Erklär deinem Kind, warum du dich für oder gegen einen Kauf entscheidest. So lernt es, wie Geld funktioniert, dass Geld begrenzt vorhanden ist und jede Ausgabe eine Entscheidung bedeutet. Besonders anschaulich wird es, wenn du dein Kind bei Anschaffungen einbeziehst und mitentscheiden lässt: „Kinder sind unglaublich neugierig. Sie wollen verstehen, warum wir etwas kaufen oder eben nicht“, sagt Schobesberger. Die Finanz­expertin plädiert dafür, seinen Kindern schon im Kinder­garten­alter Taschen­geld zu geben: „Auch mit kleinen Bargeld­beträgen wie 50 Cent pro Woche lernen die Kinder den Umgang mit Geld“. Taschen­geld sollte jedoch unabhängig von schulischen Leistungen gegeben werden und nicht zur Belohnung oder Bestrafung verwendet werden.

Tipp 5: Finanzielle Verantwortung vorleben

Kinder beobachten genau, wie ihre Eltern mit Geld umgehen, und sie merken schnell, ob ihr vernünftig über Geld sprecht oder es ständig Konflikt­thema ist. Auch Fehler dürfen Thema sein. Wer offen zugibt, einmal eine schlechte finanzielle Ent­scheidung getroffen zu haben, vermittelt eine wichtige Bot­schaft: Fehler gehören dazu – entscheidend ist, daraus zu lernen.

Tipp 6: Notgroschen aufbauen für eine sichere Vorsorge

Finanzielle Sicherheit heißt nicht, jedes Risiko auszuschließen. Entscheidend ist, vorbereitet zu sein. Ein Not­groschen, regel­mäßige Finanz-Checks und langfristige Vorsorge geben nicht nur dir Sicherheit. Sie vermitteln auch deinem Kind einen entspannten und verantwortungs­vollen Umgang mit Geld. Denn Finanz­bildung beginnt nicht erst mit dem ersten Gehalt, sondern am Ess­tisch, beim Einkaufen oder mit der ersten Münze im Spar­schwein.

Porträt von Finanzexpertin Beatrice Schobesberger in einem hellen Blazer mit Nadelstreifen, die lächelnd ein Mikrofon hält und spricht.
© Wildbild

Als Finanzexpertin und Co-Host des Podcasts Moneyküre gibt Beatrice Schobesberger wertvolle Ratschläge für Eltern zur finanziellen Absicherung der Familie und zur Finanzbildung von Kindern.

Info

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