Richtig trinken: 7 Regeln für den Alltag
Beim Schwitzen, auf der Toilette, beim Atmen – unser Körper verliert täglich rund 2,6 Liter Flüssigkeit. Wer das ausgleichen will, sollte Folgendes beachten.
Zur Trinkmenge zählt nicht nur, was im Glas ist
Richtig trinken bedeutet nicht, dass du den ganzen Tag nur am Wasserglas nippen musst. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beträgt die empfohlene Trinkmenge für Erwachsene täglich rund 2,4 Liter – aber nicht alles muss getrunken werden. Etwa 900 Milliliter gelangen bei ausgewogener Ernährung über Lebensmittel in den Körper, z. B. in Form von wasserreichem Obst und Gemüse, Joghurt oder Suppen. Für den Rest – rund 1,5 Liter – gilt: Zu Wasser oder ungesüßten Kräutertees greifen. Limonaden taugen nicht als Durstlöscher, denn ihr Zuckergehalt zwingt den Dünndarm, zusätzliches Wasser zu Verdünnung bereitzustellen.
Fieber, Sport oder trockene Büroluft verändern deinen Trinkbedarf
Bei Hitze, Fieber, Durchfall oder Sport reicht die gewohnte Menge oft nicht – in diesen Situationen ist richtig trinken für den Kreislauf besonders wichtig. Das gilt übrigens auch in klimatisierten Büros oder während der Stillzeit. Wer intensiv und länger als 60 Minuten sportelt, kann die verlorenen Elektrolyte über isotonische Getränke oder einen Apfelsaft gespritzt (1 Teil Saft, 2 Teile Wasser) ersetzen.
Genug getrunken? Checke die Farbe deines Urins
Ob wir im Alltag richtig trinken, zeigt uns oft der eigene Körper ganz unkompliziert: Hellgelber Urin ist ein gutes Zeichen. Deutlich dunkler bedeutet: mehr trinken – sonst drohen Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel.
Kaffee und Tee entwässern nicht automatisch – Alkohol schon
Laut österreichischen Ernährungsempfehlungen sind bis zu vier Tassen Kaffee oder Tee pro Tag unbedenklich. Anders bei Alkohol: Er hemmt das Hormon ADH, das die Nieren dazu bringt, Wasser zurückzuhalten. Kurz: Bier, Wein oder Cocktails „ersetzen“ Wasser nicht.
Im Alter werden feste Trinkzeiten wichtiger
Mit dem Alter lässt das Durstgefühl nach, weshalb richtig trinken oft zu einer Herausforderung wird. Zugleich können die Nieren Wasser schlechter speichern. Tipp: Feste Trinkzeiten einplanen – am besten morgens, zu den Mahlzeiten und nachmittags.
Achtung: Manche Medikamente erhöhen den Flüssigkeitsbedarf
Abführmittel entziehen dem Darm Wasser. ACE-Hemmer gegen Bluthochdruck können das Durstgefühl dämpfen und Diabetesmedikamente die Urinausscheidung erhöhen. Also am besten mit Ärzt:innen abklären, ob die Trinkmenge angepasst werden muss!
Leitungswasser regelmäßig prüfen
Heimisches Trinkwasser ist prinzipiell streng kontrolliert – ein Blick auf die Informationen des eigenen Wasserversorgers schlüsselt auf, was aus dem Hahn kommt. Riecht oder schmeckt das Wasser auffällig oder metallisch oder sind die Hausleitungen alt, geben dir Teststreifen aus der Apotheke Auskunft über Bleigehalt und Co.