Zwei Hände, die mit transparenten Wasserflaschen im strahlenden Sonnenlicht anstoßen.

Richtig trinken: 7 Regeln für den Alltag

Beim Schwitzen, auf der Toilette, beim Atmen – unser Körper verliert täglich rund 2,6 Liter Flüssigkeit. Wer das ausgleichen will, sollte Folgendes beachten.

Format:
Vergleich
Autor:
Waltraud Hable
zuletzt geändert:
22.07.2026
Lesezeit:
2 Minuten

Zur Trinkmenge zählt nicht nur, was im Glas ist

Richtig trinken bedeutet nicht, dass du den ganzen Tag nur am Wasserglas nippen musst. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beträgt die empfohlene Trinkmenge für Erwachsene täglich rund 2,4 Liter – aber nicht alles muss getrunken werden. Etwa 900 Milli­liter gelangen bei aus­gewogener Ernährung über Lebens­mittel in den Körper, z. B. in Form von wasser­reichem Obst und Gemüse, Joghurt oder Suppen. Für den Rest – rund 1,5 Liter – gilt: Zu Wasser oder ungesüßten Kräuter­tees greifen. Limonaden taugen nicht als Durst­löscher, denn ihr Zucker­gehalt zwingt den Dünn­darm, zusätzliches Wasser zu Verdünnung bereit­zustellen.

Fieber, Sport oder trockene Büroluft verändern deinen Trinkbedarf

Bei Hitze, Fieber, Durch­fall oder Sport reicht die gewohnte Menge oft nicht – in diesen Situationen ist richtig trinken für den Kreislauf besonders wichtig. Das gilt übrigens auch in klimatisierten Büros oder während der Still­zeit. Wer intensiv und länger als 60 Minuten sportelt, kann die verlorenen Elektrolyte über isotonische Getränke oder einen Apfelsaft gespritzt (1 Teil Saft, 2 Teile Wasser) ersetzen.

Genug getrunken? Checke die Farbe deines Urins

Ob wir im Alltag richtig trinken, zeigt uns oft der eigene Körper ganz unkompliziert: Hellgelber Urin ist ein gutes Zeichen. Deutlich dunkler bedeutet: mehr trinken – sonst drohen Kopf­schmerzen, Müdig­keit und Schwindel.

Kaffee und Tee entwässern nicht automatisch – Alkohol schon

Laut österreichischen Ernährungs­empfehlungen sind bis zu vier Tassen Kaffee oder Tee pro Tag unbedenklich. Anders bei Alkohol: Er hemmt das Hormon ADH, das die Nieren dazu bringt, Wasser zurück­zuhalten. Kurz: Bier, Wein oder Cocktails „ersetzen“ Wasser nicht.

Im Alter werden feste Trinkzeiten wichtiger

Mit dem Alter lässt das Durst­gefühl nach, weshalb richtig trinken oft zu einer Herausforderung wird. Zugleich können die Nieren Wasser schlechter speichern. Tipp: Feste Trink­zeiten einplanen – am besten morgens, zu den Mahl­zeiten und nach­mittags.

Achtung: Manche Medikamente erhöhen den Flüssigkeitsbedarf

Abführmittel entziehen dem Darm Wasser. ACE-Hemmer gegen Blut­hoch­druck können das Durst­gefühl dämpfen und Diabetes­medikamente die Urin­ausscheidung erhöhen. Also am besten mit Ärzt:innen abklären, ob die Trink­menge angepasst werden muss!

Leitungswasser regelmäßig prüfen

Heimisches Trink­wasser ist prinzipiell streng kontrolliert – ein Blick auf die Informationen des eigenen Wasser­versorgers schlüsselt auf, was aus dem Hahn kommt. Riecht oder schmeckt das Wasser auffällig oder metallisch oder sind die Haus­leitungen alt, geben dir Test­streifen aus der Apotheke Auskunft über Blei­gehalt und Co.