Collage mit Schnipseln, die geschlossene und offene Augen zeigen, auf farbigen Zeitungsausschnitten und kreisförmigen Elementen.

Was tun bei einer Panikattacke?

Kennst du das Gefühl? Dein Herz rast. Du ringst um Luft und deine Gedanken färben die Psyche schwarz. Gut möglich, dass du eine Panikattacke erlebt hast.

Format:
Im Fokus
Autor:
Maya McKechneay
zuletzt geändert:
28.04.2026
Lesezeit:
3 Minuten

IN DIESEM TEXT ERFÄHRST DU, …

  • wie du eine Panikattacke erkennst und von einem Herzinfarkt unterscheidest.
  • welche Sofortmaßnahmen helfen und wie du vorbeugen kannst.
  • wann es Zeit ist, professionelle Hilfe zu holen.

Rund zehn Minuten dauert eine klassische Panik­attacke – dann ist der Spuk in der Regel wieder vorbei. Bis zu 20 Prozent der Menschen erleiden zumindest einmal im Leben eine Panik­attacke. Treten diese allerdings regel­mäßig auf, spricht man von einer „Panikstörung“, die therapeutisch behandelt werden sollte. 

Wir wollen dir helfen, die Anzeichen einer Panik­attacke richtig zu deuten, vorzu­beugen und – wenn sie sich nicht verhindern lässt – möglichst souverän mit ihren Symptomen umzugehen.

Herzinfarkt oder Panikattacke?

Wer noch nie eine Panik­attacke hatte, kann sie durchaus mit einem Herz­anfall verwechseln: Beide erzeugen ein Gefühl der Enge in der Brust. Einer der wichtigsten Unter­schiede: Ein Herz­infarkt tritt oft bei körperlicher Anstrengung auf, während eine Panik­attacke uns bevorzugt in ruhigen Momenten heimsucht – etwa während einer Grübelei vor dem Einschlafen oder kurz vor einer als stressig empfundenen Situation, wie z. B. einer Spritze beim Arzt. Und: Während der Herz­infarkt eskaliert, klingt die Panik­attacke in der Regel von allein wieder ab. 

Im Zweifel hol dir unbedingt ärztliche Hilfe!

Wissen

5 Zeichen für eine drohende Panikattacke

Du hattest noch nie eine Panik­attacke und würdest gerne wissen, wie sie sich anbahnt? Diese Anzeichen weisen darauf hin:

  • Gefühl, keine Luft zu bekommen 
  • Übermäßiges Schwitzen 
  • Beschleunigter Herzschlag 
  • Panik oder Angst – nicht notwendiger­weise aus der akuten Situation begründet 
  • Zusammengeschnürter Brustkorb, Schwindel, das Gefühl, zu sterben, zu ersticken beziehungs­weise „die Kontrolle zu verlieren“ oder „verrückt zu werden“

5 Maßnahmen, wenn die Panikattacke kommt

Wenn du regelmäßig Panik­attacken erlebst, könnte eine Angst­störung zugrunde liegen, die du von profes­sionellen Therapeut:innen behandeln lassen solltest. Handelt es sich aber um ein seltenes oder einmaliges Ereignis, können folgende Maßnahmen helfen: 

Zwei Frauen umarmen sich, dahinter ist eine Hausfassade zu erkennen, danehmen als Teil der Collage ein roter Zeitungsausschnitt.
© Egger & Lerch

Suche die Nähe einer Vertrauensperson – idealerweise jemand, der dich durch die Attacke begleitet, hält und beruhigt. 

Eine Frau auf einem flauschigen weißen Teppich ist im Fersensitz nach vorne gebeugt. Dieses Bild ist Teil einer Collage mit rotem Zeitungspapier.
© Egger & Lerch

Stellung des Kindes – wer nicht gerade im voll­besetzten Büro oder der U-Bahn ist, kann die Yoga-Pose „Stellung des Kindes“ ein­nehmen. Diese Körper­haltung, bei der man sich zusammen­faltet wie ein Embryo, beruhigt. 

Ein junger Mann mit kurzen dunklen Haaren im hellen T-Shirt mit Halskette schließt die Augen. Dieses Schwarz-Weiß-Bild ist ein Schnipsel auf einer roten Zeitungsseite.
© Egger & Lerch

Zurücklehnen – im Büro oder öffent­lichen Raum kann es helfen, den Körper an etwas Festem – etwa dem Büro­stuhl – zu verankern. Zurück­lehnen, die feste Lehne spüren, regel­mäßig atmen. 

Collage mit Schwarz-Weiß-Foto einer jungen Frau mit kinnlangen dunklen Haaren, die sich über ein Waschbecken beugt und mit Wasser ihr Gesicht benässt. Das Bild ist auf einer roten Zeitungsseite mit zackigen Elementen.
© Egger & Lerch

Kaltes Wasser und frische Luft – spritz dir kaltes Wasser ins Gesicht oder öffne ein Fenster und atme die frische Luft ein. 

Collage mit Schnipseln, auf denen ein Frauengesicht und eine Hand zu erkennen ist, dahinter eine rote Zeitungsseite.
© Egger & Lerch

Betrachte dich „von außen“ – versuche nicht, die Attacke zu bekämpfen. Betrachte sie statt­dessen von außen wie ein:e Wissen­schaftler:in und sage dir dazu: „So geht mein Körper mit Stress um. Ich erkenne das und weiß, dass ihm diese Reaktion hilft.“

4 Hausmittel, um Panikattacken vorzubeugen

Es gibt eine Reihe von Lebens- und Genuss­mitteln, die Panik­attacken begünstigen. Ein Verzicht darauf kann helfen. Zusätzlich lassen sich beruhigende Verhaltens­weisen lernen:
 

  • Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin – was anregt, kann zu Stress und damit auch zu Panik­attacken führen. Dies gilt vor allem für Koffein. Solltest du öfter Panik­attacken haben, probiere, auf Kaffee und Schwarz­tee zu verzichten. 
  • Ein stabiler Blutzuckerspiegel – Hunger­kuren (Blutzucker­abfall) können Panik­attacken ebenso begünstigen wie größere Mengen von Süßig­keiten (erhöhte Adrenalin­ausschüttung). 
  • Ausreichend Schlaf – du kennst das: Je weniger du schläfst, desto größer erscheinen dir bevor­stehende Aufgaben und Probleme. Umgekehrt gehst du ausge­schlafen mit jeder Situation relaxter um. Hier findest du 10 Tipps für eine bessere Schlaf­hygiene.
  • Regelmäßiger Sport – klingt banal, hilft aber wirklich: Durch kräftige Bewegung wie Rad­fahren oder Laufen baut der Körper über­schüssige Energie ab. Der Organismus entspannt anschließend automatisch.