Collage mit dem Foto eines jungen Mannes im weißen T-Shirt, der grübelnd nach oben schaut und den Mund verzieht. Das Bild steht auf einem grünen Hintergrund mit lila Grafikelementen.

Gedankenkarussell stoppen: Wie du endlich den Kopf frei bekommst

So schaffst du es, das Gedanken­karussell zu stoppen und nicht endlos zu grübeln.

Format:
So geht's
Autor:
Karin Cerny
zuletzt geändert:
20.01.2026
Lesezeit:
2 Minuten

Nachdenken? Das tun wir eigentlich ständig. Unser Gehirn ist gewohnt, auf Hoch­touren zu laufen. Eine Studie der Queens University in Kanada hat ermittelt, dass durch­schnitt­lich 6.200 Gedanken pro Tag durch unseren Kopf schießen. Was aber sollen wir tun, wenn sich einzelne der durch­dachten Probleme fest­beißen und das Gedanken­karussell zu kreisen beginnt? Seien es konkrete Heraus­forderungen im Job oder diffuse Zukunfts­ängste: Das Fach­wort für unproduktives Grübeln lautet „Rumination“ und bezeichnet in der Biologie das Wieder­käuen bei Kühen. Während wir beim Nach­denken wirklich nach Lösungen suchen, verharrt das Grübeln in negativen Gefühlen.

3 Übungen, um das Gedankenkarussell zu stoppen:

Ein Pause-Icon in einem roten Kreis, auf grünem Hintergrund.
© Shutterstock

Übung 1: Stopp-Taste drücken

Wie also kommst du raus aus dieser Sack­gasse? Der wichtigste Tipp: Lass dich nicht stressen. Oft hilft es schon, die Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen zu lassen. Mental einen Schritt zurück­zu­treten, anstatt sich zu vertiefen. Konzentriere dich auf deine Atmung, bleib bewusst im Moment, anstatt in quälende Gedanken abzudriften. Es klingt absurd, aber es funktioniert, einfach „Stopp“ zu sagen. Ob nur im Kopf oder laut ausgesprochen, ist dabei egal. Am besten, du verbindest diese Verbalisierung durch eine körperliche Geste wie Klatschen oder am Boden stampfen. Durch diese Unterbrechung entsteht eine Lücke im Gedanken­fluss.

Ein grünes Notizbuch liegt auf einem weißen Tisch, daneben ein grüner Stift.
© Shutterstock

Übung 2: Morgenseiten schreiben

Du kannst aber auch von Kreativen lernen. Um Schreib­blockaden zu lösen, wurden die sogenannten Morgenseiten erfunden. Bei dieser Methode beginnst du jeden Tag, indem du deine Gedanken ungefiltert auf ein Blatt Papier oder in ein Tagebuch fließen lässt. Ohne lang zu überlegen und ohne Zensur. So leerst du deinen Kopf, machst ihn frei für Neues. Natürlich kannst du auch die Diktier­funktion deines Smart­phones nutzen, wenn du nicht so gerne schreibst.

Ein weißes Kalenderblatt zeigt den Januar und liegt auf einem grünen Hintergrund.
© Shutterstock

Übung 3: Bewusste Nachdenkzeiten planen

Als Grund­regel gilt: Fang mit diesen Übungen nicht erst an, wenn du schon gestresst bist. Routinen sind der Schlüssel zum Erfolg. Tägliche Entspannungs- und Achtsam­keits­übungen helfen, dass du gelassener bleibst. Wenn dir wirklich mal alles zu viel werden sollte, hast du Instrumente zur Hand, die schon gut eingeübt sind. Eine Runde Spazieren­gehen ist zum Beispiel ideal, um vor dem Schlafen runterzukommen. Oder du planst „Grübelzeit“ ein. Anstatt dich im Bett zu wälzen, legst du einen Termin fest, an dem du dich bewusst mit deinen Ängsten beschäftigst – allein oder mit therapeutischer Unter­stützung.