Gedankenkarussell stoppen: Wie du endlich den Kopf frei bekommst
So schaffst du es, das Gedankenkarussell zu stoppen und nicht endlos zu grübeln.
Nachdenken? Das tun wir eigentlich ständig. Unser Gehirn ist gewohnt, auf Hochtouren zu laufen. Eine Studie der Queens University in Kanada hat ermittelt, dass durchschnittlich 6.200 Gedanken pro Tag durch unseren Kopf schießen. Was aber sollen wir tun, wenn sich einzelne der durchdachten Probleme festbeißen und das Gedankenkarussell zu kreisen beginnt? Seien es konkrete Herausforderungen im Job oder diffuse Zukunftsängste: Das Fachwort für unproduktives Grübeln lautet „Rumination“ und bezeichnet in der Biologie das Wiederkäuen bei Kühen. Während wir beim Nachdenken wirklich nach Lösungen suchen, verharrt das Grübeln in negativen Gefühlen.
3 Übungen, um das Gedankenkarussell zu stoppen:
Übung 1: Stopp-Taste drücken
Wie also kommst du raus aus dieser Sackgasse? Der wichtigste Tipp: Lass dich nicht stressen. Oft hilft es schon, die Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen zu lassen. Mental einen Schritt zurückzutreten, anstatt sich zu vertiefen. Konzentriere dich auf deine Atmung, bleib bewusst im Moment, anstatt in quälende Gedanken abzudriften. Es klingt absurd, aber es funktioniert, einfach „Stopp“ zu sagen. Ob nur im Kopf oder laut ausgesprochen, ist dabei egal. Am besten, du verbindest diese Verbalisierung durch eine körperliche Geste wie Klatschen oder am Boden stampfen. Durch diese Unterbrechung entsteht eine Lücke im Gedankenfluss.
Übung 2: Morgenseiten schreiben
Du kannst aber auch von Kreativen lernen. Um Schreibblockaden zu lösen, wurden die sogenannten Morgenseiten erfunden. Bei dieser Methode beginnst du jeden Tag, indem du deine Gedanken ungefiltert auf ein Blatt Papier oder in ein Tagebuch fließen lässt. Ohne lang zu überlegen und ohne Zensur. So leerst du deinen Kopf, machst ihn frei für Neues. Natürlich kannst du auch die Diktierfunktion deines Smartphones nutzen, wenn du nicht so gerne schreibst.
Übung 3: Bewusste Nachdenkzeiten planen
Als Grundregel gilt: Fang mit diesen Übungen nicht erst an, wenn du schon gestresst bist. Routinen sind der Schlüssel zum Erfolg. Tägliche Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen helfen, dass du gelassener bleibst. Wenn dir wirklich mal alles zu viel werden sollte, hast du Instrumente zur Hand, die schon gut eingeübt sind. Eine Runde Spazierengehen ist zum Beispiel ideal, um vor dem Schlafen runterzukommen. Oder du planst „Grübelzeit“ ein. Anstatt dich im Bett zu wälzen, legst du einen Termin fest, an dem du dich bewusst mit deinen Ängsten beschäftigst – allein oder mit therapeutischer Unterstützung.