Weiße Puzzleteile auf blauem Hintergrund bilden einen menschlichen Kopf, wobei ein paar Teile noch nicht eingesetzt sind.

Longevity fürs Gehirn

So hältst du deinen Kopf fit­ – und beugst Demenz vor.

Format:
So geht's
Autor:
Karin Cerny
zuletzt geändert:
07.01.2026
Lesezeit:
1 Minute

Nicht nur unser Körper, auch unser Gehirn baut im Laufe der Jahre ab. Die Anzahl der Neuronen und ihrer Synapsen sinkt, die Bildung neuer Nerven­zellen wird reduziert. Konkret äußert sich das in Vergess­lichkeit. Aber auch die Fähig­keit, Infor­mationen zu verar­beiten, kann rapide ab­nehmen. Warum Demenz und Alzheimer manche trifft und andere nicht, ist noch unklar. Wir alle können nur an der Vor­beugung arbeiten.

Gehirn-Muskel trainieren

Die gute Nachricht: Bis zu 45 Prozent der Demenz­erkrankungen hätten durch einen gesünderen Lebens­stil verhindert werden können. Dein Gehirn ist ein Muskel, den du trainieren kannst. Konkret bedeutet das: Lern eine Fremd­sprache, mach einen Tanzkurs oder werde Mitglied in einem Schachklub. Was auch immer dir Freude macht. So stärkst du deine Neuro­plastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbin­dungen zwischen Nerven­zellen zu knüpfen.

Gedächtnis verbessern

Chronischer Stress kann dein Gehirn negativ beein­flussen. Erhol­samer Schlaf ist dagegen ein Wunder­mittel. Denn im Schlaf werden schädliche Substanzen wie Amyloid-beta, das bei Alz­heimer-Erkrankungen verklumpt, abgebaut. Du kannst dein Gedächtnis aber auch verbessern, indem du deine Bildschirm­zeit reduzierst. Denn der sogenannte Digital Overload versetzt unser Gehirn in ständige Alarm­bereitschaft – die Folgen sind Stress, Konzentrations­störungen und ein Rückgang der Produktivität. 

Demenz vorbeugen

In Sachen Longevity hängen Körper und Geist zusammen: Was gut für dein Herz ist, schützt auch dein Gehirn. Ausge­wogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren sowie möglichst wenig Alkohol helfen dir, Blut­hochdruck zu vermeiden. Zweimal die Woche Joggen oder Rad­fahren bei niedrigem Puls können dazu beitragen, dein Herz lang­fristig zu stärken. Die Faust­regel lautet: Sport lieber maßvoll, dafür regel­mäßig. 

Ohren auf!

Und hier noch ein unerwarteter Tipp: Neueste Forschungen zeigen, dass ein gutes Gehör dein Gehirn schützt. Wer einen unbe­handelten Hörverlust hat, steigert sein Risiko, an Demenz zu erkranken, um ein Drittel. Daher sind regel­mäßige Hörtests ab dem 40. Lebens­jahr sinnvoll. Über­haupt ist Musik ein Wunder­mittel. Wer ein neues Instrument lernt, stimuliert das Gehirn. Musik regt die Nerven­zellen an, neue Verbindungen zu knüpfen. Darum: Gehör­schutz auf, wenn’s zum Konzert geht oder zum Rave. Und – dranbleiben beim Üben mit dem eigenen Instrument.