In der Collage sind Füße einer Person in Laufschuhen zu sehen und eine graue Oberfläche.

Joggen oder Walken – Was ist gesünder?

Unser Leitfaden verrät dir, welche Methode deine Ausdauer stärkt und schneller Fett verbrennt.

Format:
Vergleich
Autor:
Karin Cerny
zuletzt geändert:
02.01.2026
Lesezeit:
2 Minuten

Walken vs. Joggen: Langsamer Start

Nach einer langen Pause wollen viele gleich Voll­gas geben – ein Fehler! Ausdauer­sport heißt: langsam starten, damit du durch­hältst und dein Körper Fett als Energie­quelle nutzt. Nach rund 20 bis 30 Minuten steigt dieser Effekt übrigens an – und die Fett­ver­brennung läuft zu Hoch­touren auf
→ Beim Neu- und Wiedereinstieg punktet das Walken.

Walken vs. Joggen: Effektives Abnehmen

Verbrenne ich beim Joggen mehr Energie oder beim Walken? Darüber streiten For­scher:innen seit Jahren. Wir finden: In Sachen Kalorien­verbrauch solltest du dich nicht stressen. Klar, beim Laufen werden pro Minute mehr Kalorien verbrannt als beim Walken. Doch pro Kilo­meter ist der Unter­schied gar nicht so groß, weil Walkende länger unterwegs sind. 
→ Pro Minute verbrennt Joggen mehr Kalorien als Walken. Pro Kilometer ist der Unterschied schon geringer. 

Walken vs. Joggen: Longevity – wer läuft, lebt länger

Die dänische Copenhagen City Heart Study zeigt: Wer moderat läuft, kann bis zu sechs Jahre länger leben. Dreimal pro Woche reicht völlig. Wer sein Tempo dagegen ständig pusht und ans Limit geht, verändert das Sterbe­risiko gar nicht. 
→ Bei der Lebens­erwartung punktet konsequente, moderate Bewegung im Lauf­schritt. 

Was ist …

… Walken? – Zügiges Gehen mit etwa 6,5 km/h
… Joggen? – Langsamer bis moderater Dauer­lauf mit etwa 7 bis 10 km/h

Walken vs. Joggen: Gelenkschonende Bewegung

Wenn du deine Gelenke schonen möchtest, versuch mal Nordic Walking! Beim Gehen mit Wander­stöcken liegt der Kalorien­verbrauch um bis zu 20 Prozent höher als beim Spazier­gang. Nordic Walking bean­sprucht zudem bis zu 90 Prozent deiner Muskulatur. Beim Joggen kommt weniger Muskulatur zum Einsatz, dafür trainierst du gezielter Beine und Po. 

Die Belastung der Gelenke ist ein zentraler Punkt. Wer länger nicht gelaufen oder übergewichtig ist, sollte mit Walken beginnen und langsam aufs Joggen umsteigen.
→ Wanderstöcke steigern den Kalorien­verbrauch beim Walken. Laufen trainiert gezielter Beine und Po. 

Ein junger Mann in kurzer Hose und hellblauem T-Shirt hält Nordic-Walking-Stöcke in den Händen und hat weiße Kopfhörer auf.
Nordic Walking trainiert sowohl die Muskulatur als auch die Ausdauer. Die Stöcke entlasten zugleich Knie- und Hüftgelenke.
© Shutterstock/Pixel-Shot

Walken vs. Joggen: Mental Health

Bewegung steigert die mentale Gesund­heit. Studien zeigen, dass regel­mäßiges Gehen die Stress­hormone senkt. Schon 30 Minuten täglich sorgen für besseren Schlaf. Ähnliches gilt fürs Joggen, das bekannter­maßen Endorphine freisetzt („Runner’s High“). Eine nieder­ländische Studie wies kürzlich sogar nach, dass regel­mäßiges Joggen die Stimmung ähnlich aufhellen kann wie anti­depressive Medika­mente. 
→ Walken und Joggen sind super für die mentale Gesundheit. 

Fazit

Laufen oder Walken?

Beides ist gesund – auch für die mentale Gesund­heit! Joggen bringt dich schneller in Form, Walken schont deine Gelenke. Wichtig ist, was zu dir passt – und dass du dran­bleibst.

Checkliste

Walken oder Joggen: Was passt besser zu mir?

  • Ich fange gerade erst an
    → Walken
  • Ich habe Gelenk­probleme
    → Walken
  • Ich möchte schnell Kalorien verbrennen
    → Joggen
  • Ich will Stress abbauen
    → beides super!