Jung bleiben: Tipps für ein langes, gesundes Leben
Altern, aber richtig! Mit diesen fünf Mikrogewohnheiten tust du etwas für deine Gesundheit und das eine oder andere Lebensjahr.
Mit dem Rauchen aufhören, weniger Alkohol trinken und mehr Bewegung in den Alltag integrieren: Viele schädliche oder förderliche Gewohnheiten sind eh klar – und deshalb auch so beliebte Neujahrsvorsätze. Doch was hilft noch, um möglichst lange gesund zu leben? Diese fünf Punkte zum Beispiel:
1. Endlich mit Krafttraining beginnen
Uff, richtig mühsam, so ein schweres Gewicht zu stemmen, aber auch ein schönes Erfolgserlebnis in kurzer Zeit! Wenn du deinen Bewegungsapparat stärkst, hilft dir das nicht nur im Alltag. Die Forschung zeigt auch, dass regelmäßiger Kraftsport das Leben verlängert, denn damit sinkt das Risiko für viele Krebsarten, Diabetes, Depressionen und die Sterblichkeit insgesamt.
2. Regelmäßig fasten
Fasten hat eine lange Tradition. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gilt auch als gesichert, dass eine geringere Kalorienzufuhr lebensverlängernd wirkt. Harvard-Genetiker David Sinclair konnte Anfang der 2000er Jahre nachweisen, dass Fasten Sirtuine aktiviert – Enzyme, die Reparaturvorgänge im Körper in Gang bringen. Entzündungen gehen zurück und die Autophagie wird gestartet – so nennt man den Prozess, wenn der Körper kaputtes Zellmaterial abbaut und sich erneuert.
3. Auf pflanzenbasierte Kost setzen
Das eine Lebensmittel, das dich gesund hält, gibt es nicht. Der Schlüssel liegt wohl in pflanzenreicher Ernährung. Forscher:innen der Universität Wien haben gemeinsam mit anderen Organisationen eine große Datenauswertung durchgeführt und herausgefunden, dass Erwachsene, die sich stärker pflanzenbasiert ernähren, ein um 32 Prozent geringeres Risiko für Multimorbidität tragen. Demnach treten bei diesen Menschen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes seltener auf.
4. Die psychische Gesundheit pflegen
Deine psychische Gesundheit beeinflusst nicht nur dein Wohlbefinden, sondern auch deine Lebenserwartung. Wer psychisch krank ist, trägt ein zwei- bis dreimal so hohes Risiko, eine oder mehrere chronische Krankheiten zu entwickeln.
5. Regelmäßig und ausreichend schlafen
Dass Schlaf für die körperliche und mentale Gesundheit wichtig ist, belegen zahlreiche Studien. Dabei geht es nicht nur um die Dauer, sondern auch die Regelmäßigkeit, den Tiefschlaf und die Atmung. Wer einen guten Rhythmus für sich findet, ist klar im Vorteil!
Was ist Longevity?
Longevity bedeutet Langlebigkeit und befasst sich mit Alterungsprozessen. Welche Faktoren beschleunigen oder verlangsamen das Altern – und wie können wir altersbedingte Erkrankungen möglichst vermeiden? Dieses Thema beschäftigt nicht nur die Forschung, sondern ist auch ein lukrativer Markt für die Nahrungsmittel- und Lifestyleindustrie. Nicht immer steckt dann auch viel dahinter. Denn in Wirklichkeit sind die Zusammenhänge rund ums Altern hochkomplex und vielfach noch unklar. Wir wissen aber bereits, dass ein gesunder Lebensstil sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt – mehr als die Gene. Du kannst also einiges selbst zu einem langen, gesunden Leben beitragen, aber nicht alles beeinflussen.
Weiterführende Informationen zu Longevity und lebensverlängernden Faktoren:
- Metaanalyse zum Zusammenhang zwischen Krafttraining und der Gesamtmortalität, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs (2022)
- Studie zu pflanzenbasierter Ernährung und dem Risiko für Multimorbidität unter Beteiligung der Universität Wien (2025)
- Regelmäßiger Schlaf und Sterblichkeit, prospektive Studie mit Daten der UK Biobank (2023)
- Wie viele gesunde Lebensjahre haben Menschen in der EU? (Eurostat, 2023)