5 Mythen über Lebensversicherungen – und was wirklich dran ist
Lebensversicherung? Dafür bin ich doch zu jung! Wir räumen mit solchen und ähnlichen Vorurteilen auf und zeigen, wann eine Lebensversicherung sinnvoll ist.
Mythos 1: „Lebensversicherungen sind nur für alte Leute.“
Nope. Je jünger du bist, desto günstiger sind meist die Prämien. Wer früh eine Risiko- oder Ablebensversicherung abschließt, kann schon mit kleinen Summen Familie oder Kredit absichern. Und auch für Er- und Ablebensversicherungen sowie Pensionsversicherungen gilt: Wer früh anfängt, kann mehr Vermögen aufbauen und besser für die Pension vorsorgen.
Mythos 2: „Lebensversicherung? Da kriegt man nur was, wenn man stirbt.“
Stimmt nicht. Bei Er- und Ablebensversicherungen wird nicht nur im Todesfall gezahlt, sondern auch dann, wenn du das Ende der vereinbarten Laufzeit erlebst. Und du kannst dir sogar aussuchen, ob du deine Leistung als Einmalzahlung oder als monatliche Auszahlungen bis zum Lebensende erhalten möchtest. Eine Er- und Ablebensversicherung ist also eine Kombination aus Absicherung und Sparen.
Mythos 3: „Klassische Lebensversicherungen lohnen nicht – wegen der niedrigen Zinsen.“
Der garantierte Zinssatz für neue Lebensversicherungen liegt aktuell bei null Prozent, das hat die Finanzmarktaufsicht so festgelegt. Das mag nach wenig klingen, hat aber einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Im Gegensatz zu Fonds kann es bei klassischen Lebensversicherungen zu keinen Wertverlusten kommen.
Tatsächlich erwirtschaften Versicherungen natürlich sehr wohl Erträge. Diese werden als Gewinnbeteiligung an dich weitergegeben. Und das wiederum erhöht deine Gesamtrendite. Dazu kommt die Absicherung im Todesfall – ein Vorteil, den reine Sparprodukte nicht bieten.
Mythos 4: „Fondsgebundene Lebensversicherungen sind zu riskant.“
Ein Teil deiner Prämie wird hier in Investmentfonds veranlagt, die wiederum in Aktien und Anleihen investieren. Das bedeutet zwar: Auch Kapitalverluste sind möglich. Doch langfristig hast du bessere Chancen auf Gewinn, wie auch das Ministerium für Konsumentenschutz erklärt. Besonders wenn du jung bist, können Kursschwankungen ausgesessen werden. Wichtig ist allerdings, auf die Kosten und höchstmögliche Flexibilität zu achten.
Mythos 5: „Aus einem Lebensversicherungsvertrag komme ich nie wieder raus.“
Tatsächlich sind Lebensversicherungen langfristig gedacht. Allerdings kannst du sie, wenn es notwendig ist, vor dem Ende der vereinbarten Laufzeit kündigen, das heißt „rückkaufen“. Beachte dabei aber: Gerade in den ersten Jahren kann der Rückkaufswert spürbar unter den einbezahlten Beiträgen liegen. Du solltest den Vertrag daher nur dann vorzeitig auflösen, wenn du dein Geld wirklich dringend brauchst. Wenn du mal einen finanziellen Engpass hast, ist es besser, deinen Vertrag vorübergehend stilllegen zu lassen. Dann bezahlst du keine Prämien mehr, dein Guthaben bleibt aber weiterhin veranlagt.
Fazit
Lebensversicherungen sind kein Boomer-Thema. Gerade wenn du noch am Beginn deines Berufslebens stehst, können sie viel bringen: Sicherheit, Planung, Absicherung von Krediten oder der Familie. Wichtig ist, genau zu vergleichen und zu verstehen, wofür du zahlst. Wähle ein Produkt, das zu deinem Leben passt, nicht eines, das dir „verkauft“ wird.