Eine Frau mit pinken Haaren blickt nach oben und denkt nach, daneben steht ein Bild von einer rosa Sukkulente.

5 Mythen über Lebens­ver­sicher­ungen – und was wirklich dran ist

Lebensversicherung? Dafür bin ich doch zu jung! Wir räumen mit solchen und ähnlichen Vor­urteilen auf und zeigen, wann eine Lebens­versicherung sinnvoll ist.

Format:
Checkliste
Autor:
Christina Hiptmayr
zuletzt geändert:
02.01.2026
Lesezeit:
2 Minuten

Mythos 1: „Lebens­versicher­ungen sind nur für alte Leute.“

Nope. Je jünger du bist, desto günstiger sind meist die Prämien. Wer früh eine Risiko- oder Ablebens­versicherung abschließt, kann schon mit kleinen Summen Familie oder Kredit absichern. Und auch für Er- und Ablebens­versicherungen sowie Pensions­versicherungen gilt: Wer früh anfängt, kann mehr Vermögen aufbauen und besser für die Pension vorsorgen. 

Mythos 2: „Lebens­versicherung? Da kriegt man nur was, wenn man stirbt.“

Stimmt nicht. Bei Er- und Ablebens­versicherungen wird nicht nur im Todesfall gezahlt, sondern auch dann, wenn du das Ende der vereinbarten Laufzeit erlebst. Und du kannst dir sogar aussuchen, ob du deine Leistung als Einmal­zahlung oder als monatliche Aus­zahlungen bis zum Lebens­ende erhalten möchtest. Eine Er- und Ablebens­versicherung ist also eine Kombination aus Absicherung und Sparen. 

Mythos 3: „Klassische Lebens­versicherungen lohnen nicht – wegen der niedrigen Zinsen.“

Der garantierte Zinssatz für neue Lebens­versicherungen liegt aktuell bei null Prozent, das hat die Finanz­markt­aufsicht so festgelegt. Das mag nach wenig klingen, hat aber einen nicht zu unter­schätzenden Vorteil: Im Gegensatz zu Fonds kann es bei klassischen Lebens­versicherungen zu keinen Wert­verlusten kommen. 

Tatsächlich erwirt­schaften Versicher­ungen natürlich sehr wohl Erträge. Diese werden als Gewinn­beteiligung an dich weiter­gegeben. Und das wiederum erhöht deine Gesamt­rendite.  Dazu kommt die Absicherung im Todesfall – ein Vorteil, den reine Spar­produkte nicht bieten.

Mythos 4: „Fonds­gebundene Lebens­versicherungen sind zu riskant.“

Ein Teil deiner Prämie wird hier in Investment­fonds veranlagt, die wiederum in Aktien und Anleihen investieren. Das bedeutet zwar: Auch Kapital­verluste sind möglich. Doch lang­fristig hast du bessere Chancen auf Gewinn, wie auch das Ministerium für Konsumenten­schutz erklärt. Besonders wenn du jung bist, können Kurs­schwank­ungen ausgesessen werden. Wichtig ist allerdings, auf die Kosten und höchst­mögliche Flexibilität zu achten.

Mythos 5: „Aus einem Lebens­versicherungs­vertrag komme ich nie wieder raus.“

Tatsächlich sind Lebens­versicherungen lang­fristig gedacht. Allerdings kannst du sie, wenn es not­wendig ist, vor dem Ende der verein­barten Laufzeit kündigen, das heißt „rückkaufen“. Beachte dabei aber: Gerade in den ersten Jahren kann der Rück­kaufswert spürbar unter den einbezahlten Beiträgen liegen. Du solltest den Vertrag daher nur dann vorzeitig auflösen, wenn du dein Geld wirklich dringend brauchst. Wenn du mal einen finanziellen Engpass hast, ist es besser, deinen Vertrag vorüber­gehend stilllegen zu lassen. Dann bezahlst du keine Prämien mehr, dein Guthaben bleibt aber weiterhin veranlagt.

Fazit

Lebensversicherungen sind kein Boomer-Thema. Gerade wenn du noch am Beginn deines Berufs­lebens stehst, können sie viel bringen: Sicherheit, Planung, Absicherung von Krediten oder der Familie. Wichtig ist, genau zu vergleichen und zu verstehen, wofür du zahlst. Wähle ein Produkt, das zu deinem Leben passt, nicht eines, das dir „verkauft“ wird.