Collage mit zwei Halbkreisen, die Börsenzahlen zeigen

Fonds im Depot vs. Fonds­polizze – was passt zu mir?

Geld anlegen: Wir verraten dir, ob ein Depot mit Investment­fonds oder eine fonds­gebundene Lebens­versicherung die bessere Wahl für dich ist.

Format:
Vergleich
Autor:
losleben.stories Redaktion
zuletzt geändert:
02.01.2026
Lesezeit:
2 Minuten

Fonds im Depot vs. Fonds­polizze:

Was ist der Unter­schied?

Immer mehr Menschen setzen bei der Geld­anlage auf Invest­ment­fonds – denn diese bieten eine breite Streu­ung des einge­setzten Kapitals, ohne dass man viele einzelne Wert­papiere kaufen muss. Die meisten Leute legen dabei Fonds­anteile in ein Wert­papier­depot. Dabei gibt es noch eine weitere Möglich­keit, in Fonds zu investieren, die in vielen Fällen sogar attraktiver sein kann: Fonds­gebundene Lebens­ver­sicherungen. Dabei schließt man eine Ver­sicherung ab, bei der das einge­zahlte Geld in einen oder mehrere Fonds investiert wird, wodurch man ebenso von der Wertent­wicklung dieser Fonds profitiert. Doch es gibt ein paar Unter­schiede.

Fonds im Depot vs. Fonds­polizze:

Wie ist das mit den Steuern?

Sobald man einen Investment­fonds mit Gewinnen verkauft, geht mehr als ein Viertel dieser Gewinne (27,5 %) als Kapital­ertrags­steuer (KESt) an die Republik Öster­reich. Veranlagungs­gewinne bei Lebens­versicherungen sind hingegen zur Gänze steuerfrei. Hier werden nur die Ein­zahlungen besteuert, und zwar mit grund­sätzlich 4 % Ver­sicherungs­steuer. Wird allerdings eine Lebens­ver­sicherung, bei der eine Einmal­prämie gezahlt wurde (und keine monat­lichen oder jährlichen Zahlungen), inner­halb von 15 Jahren (bzw. 10 Jahren für Kund:innen ab 50 Jahre) aufgelöst, dann fallen zusätzlich 7 % Ver­sicher­ungs­steuer an.

Fonds im Depot vs. Fonds­polizze:

Was kostet mich das?

Das hängt vom Produkt ab. Mit einem Wert­papier­depot ohne Grund­gebühr und einem günstigen Index­fonds bist du manchmal schon mit 1 Euro pro Sparplan-Ausführung und unter 0,2 % jährlichen Verwaltungs­gebühren innerhalb des Fonds dabei. Aber Achtung: Bei vielen Banken kostet schon die Depot­führung allein deutlich mehr. Und mit teuren Fonds landest du dann unterm Strich bei mehreren Prozent jährlichen Kosten. Üblicher­weise werden außerdem bei der Depot-Variante bei jedem Ankauf von Anteilen Ausgabe­aufschläge bzw. Transaktions­kosten verrechnet. Bei einer Versicherung sind die Verwaltungs­kosten des Fonds vorder­gründig dieselben wie bei der Direkt­veranlagung. Allerdings erhalten Versicherungs­unternehmen als Groß­investoren in der Regel günstigere Konditionen bei Kapital­anlage­gesell­schaften, von denen auch die Ver­sicher­ungs­kund:innen profitieren.  Des Weiteren fallen bei einem Ver­sicherungs­produkt Abschluss­kosten (meist bis 5 % der Einzahlung), Verwaltungs­kosten (meistens bis 1 % pro Jahr). Dazu kommen die Kosten für den Ablebens­schutz, den du ja gegenüber dem Depot als zusätzliche Leistung erhältst.

Fonds im Depot vs. Fonds­polizze:

Was ist flexibler?

Bei manchen Dingen das eine, bei manchen das andere: Fonds­gebundenen Lebens­versicherungen eignen sich für längere Veranlagungs­dauer, ein früherer Ausstieg (= Rückkauf) verursacht Kosten (siehe oben: Thema „Steuern“). Die Depot­lösung ist in der Regel flexibler, wenn du in unregelmäßigen Abständen und/oder Höhen einzahlen willst. Kapital­umschichtungen in andere Fonds sind bei beiden Varianten meist täglich möglich. Bei einer Fonds­polizze hast du dafür in der Regel eine kleinere Anzahl an Fonds zur Auswahl. Dafür sind die bei der Umschichtung erzielten Veranlagungs­gewinne bei der Fonds­polizze generell steuerfrei und die Umschich­tungen sind oft auch kostenfrei.

Fonds im Depot vs. Fonds­polizze:

Gibt es noch andere Vor- und Nachteile?

Wenn du für andere Leute wie z. B. deine Kinder sparen willst, bieten Ver­sicher­ungen einigen Gestaltungs­spielraum – frag deine:n Ver­sicher­ungs­berater:in nach dem Thema „Bezugs­rechte“. Und du kannst definieren, dass das Geld im Todes­fall sofort an deine Liebsten ausbezahlt wird und nicht in die Erb­masse einfließt. Bei einem Depot kann im Ablebens­fall oft monate­lang niemand darauf zugreifen.

Fazit

Willst du lang­fristig zum Beispiel für die Pension vorsorgen oder deine Familie finanziell absichern, kann eine fonds­gebundene Lebens­versicherung durch steuerliche Vorteile und zusätzliche Sicher­heit punkten. Möchtest du dir offen halten, nach wenigen Jahren das Kapital abzurufen oder dich für eine andere Form der Veran­lagung zu entscheiden, ist eher das Depot passend.