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Wer pflegt Österreich?

Pflege ist eines der zentralen Zukunftsthemen, die unser Land beschäftigen. Die gesellschaftliche Herausforderung der Pflegesicherung stellt uns vor folgende Frage: Wer pflegt Österreich? Dazu diskutierten heute Bundesminister Rudolf Hundstorfer, Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner, Pflegewissenschafterin Univ. Prof. Hanna Mayer sowie die Vertreter des Vereines „PflegerIn mit Herz“. Das Fazit: Pflege geht uns alle an!

Ob Krankheit, Alter oder Unfall: Niemand ist davor gefeit, plötzlich auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. 440.000 Menschen in Österreich sind genau in dieser Situation und werden von Pflegerinnen und Pflegern betreut. 2050 sollen bereits doppelt so viele Menschen pflegebedürftig sein. Ein Umstand, der nicht nur finanzielle Herausforderungen mit sich bringt, sondern auch personelle Fragen aufwirft.

Österreich verfügt über ein sehr gutes Gesundheits- und Pflegewesen, in dem das Pflegegeld bereits in einem frühen Stadium der Pflegebedürftigkeit greift. Was viele aber nicht wissen: Durchschnittlich ist ein Mensch in Österreich rund sieben Jahre lang pflegebedürftig. Damit dieser Lebensabschnitt so positiv wie möglich gelebt werden kann, gibt es hierzulande 100.000 professionelle PflegerInnen, die fachlich versiert Betreuung, Beistand und Hilfe leisten. Der größte Teil der pflegebedürftigen Personen wird aber zu Hause – vielfach von Angehörigen gepflegt. Oft sind Angehörige aber selbst schon in einem fortgeschrittenen Alter, was die Pflege eines lieben Menschen erheblich erschwert.

Die Kampagne „PflegerIn mit Herz 2013“
Um die Frage „Wer pflegt Österreich?“ zu beantworten, und den vielen Pflegerinnen und Pflegern des Landes ein Gesicht und eine Stimme zu geben, hat der Wiener Städtische Versicherungsverein gemeinsam mit der Wiener Städtischen Versicherung heuer erneut die Unterstützung vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG gewonnen. Gemeinsam wollen sie mit der Kampagne „PflegerIn mit Herz“ Österreichs Pflegerinnen und Pfleger vor den Vorhang bitten und das Thema Pflege in den Köpfen der Menschen verankern.

Dazu Dr. Günter Geyer, Präsident des Vereins „PflegerIn mit Herz“ und Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtische Versicherungsvereins: „Soziale Verantwortung zu übernehmen ist uns seit jeher ein großes Anliegen. Mit der Kampagne „PflegerIn mit Herz“ wollen wir einen Beitrag dazu leisten, das Bewusstsein der Menschen einem schwierigen Thema gegenüber zu schärfen und möchten all jenen, die sich um pflegebedürftige Menschen kümmern – sei es innerhalb der Familie oder im Beruf – unsere große Anerkennung aussprechen. Denn: Besonderes Engagement verdient besondere Würdigung.“
 
Auch Dr. Thomas Uher, Vorstandssprecher der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, sieht eine große Verantwortung, das Thema Pflege in den Köpfen der Menschen zu verankern: „Auch heuer unterstützen die Erste Bank und die Sparkassen wieder die Aktion ‚PflegerIn mit Herz', weil das Thema Pflege viel zu selten diskutiert wird. Kaum jemand befasst sich damit, so lange man nicht selbst direkt oder indirekt davon betroffen ist. Das Risiko, im Alter Pflege in Anspruch nehmen zu müssen, steigt aber real mit der Höhe der Lebenserwartung. Wer sich früh genug informiert und vorsorgt, kann der Zukunft gelassener entgegenblicken.“

Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer, Wiener Städtische Versicherung, zum Engagement: „Pflege muss immer wieder, kontinuierlich und nachhaltig zum Thema gemacht werden! Ziel ist es, verstärkt Bewusstsein für die Thematik zu schaffen, Pflege soll als zentraler Vorsorgegedanke für das Alter mitberücksichtigt werden. Und wir wollen mit dieser Kampagne unsere Hochachtung vor jenen Menschen ausdrücken, die pflegen.“

Univ. Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer, Pflegewissenschafterin an der Universität Wien, unterstreicht die Wichtigkeit der Ausbildung im Bereich der Pflege und die Notwendigkeit, das Thema Pflege zu diskutieren: „In Zukunft wird es immer wichtiger werden, die Komplexität der Pflege zu erfassen. Denn: Pflege ist nicht gleich Pflege. Viele Menschen brauchen nur Beratung und Unterstützung, während andere eine ganztägige Betreuung benötigen oder etwa durch Demenz eine völlig andere Art der Hilfe bräuchten. Generell gilt: Wer sich früh genug informiert und mit dem Thema Pflege auseinandersetzt, dem kann individuell sehr gut geholfen werden. Bewusstseinsschärfung ist das Gebot der Stunde.“

Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, sieht Pflege als eines der wichtigsten und herausforderndsten Themen der Zukunft. Aus diesem Grunde unterstützt er die Kampagne „PflegerIn mit Herz“ auch dieses Jahr wieder:
„Fast eine halbe Million Menschen sind in Österreich pflegebedürftig und bekommen Pflegegeld. Sie brauchen aber auch menschliche Unterstützung. Mit dieser Aktion wollen wir allen jenen, die Pflege und Betreuung leisten, danken.“

Wirtschafts- und Familienminister Dr. Reinhold Mitterlehner sieht Pflege insbesondere aufgrund des demographischen Wandels als eines der wichtigsten Zukunftsthemen: „Pflegerinnen und Pfleger kümmern sich mit viel Engagement und Fachwissen um jene, die auf Hilfe angewiesen sind. Die Aktion ‚PflegerIn mit Herz’ will ihnen ‚Danke’ sagen und ihren enormen Einsatz für die Gesellschaft würdigen, um dafür ein stärkeres Bewusstsein zu schaffen. Denn Pflege geht uns alle an und gewinnt aufgrund der älter werdenden Bevölkerung stetig an Bedeutung“, sagt Mitterlehner.

Eckdaten zur Kampagne 2013
2012 sind über 1000 Nominierungen aus ganz Österreich eingelangt, um die beliebtesten Pflegerinnen und Pfleger des Landes zu nominieren! 2013 geht die Kampagne in die 2. Runde: Gesucht werden mit der Initiative „PflegerIn mit Herz“ wieder die beliebtesten und besten Pflegerinnen und Pfleger aus ganz Österreich. Die ganze Bevölkerung ist aufgerufen zu wählen, nominiert werden kann jede/r, die/der im Pflegebereich tätig ist oder eine/n Familienangehörige/n pflegt. Nominierungen können online auf der Website


http://www.pflegerin-mit-herz.at/


oder per Post (Postfach 2500o/1011 Wien, Kennwort: "PflegerIn mit Herz") eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 25. Oktober 2013.

Eine Jury, bestehend u.a. aus VertreterInnen der größten österreichischen NGOs im Sozial- und Pflegebereich wird im November neun GewinnerInnen, eine/n aus jedem Bundesland, auswählen, die bei einer Abschlussgala im Dezember mit einem Geldpreis von 3.000 Euro für ihr Engagement belohnt werden.

Es ist höchste Zeit, unsere Pflegerinnen und Pfleger wieder vor den Vorhang zu bitten!

Bei der Wahl zur „PflegerIn mit Herz 2013“!

 

Bildtext v.l.n.r.
Dr. Thomas Uher, Vorstandssprecher der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Univ. Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer, Professorin für Pflegewissenschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Wien, Bundesminister Rudolf Hundstorfer, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Dr. Günter Geyer, Präsident des Vereins „PflegerIn mit Herz“ und Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtische Versicherungsvereins, Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer, Wiener Städtische Versicherung
© Wiener Städtische Versicherung / Richard Tanzer