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Österreich hat gewählt:

Die beliebtesten PflegerInnen des Landes sind gekürt

Fast tausend Nominierungen gingen im Rahmen der Kampagne ein, neun haben die Expertenjury überzeugt: Sie sind Österreichs „PflegerInnen mit Herz“. Nun wurden sie im Wiener Ringturm im Beisein von Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner für ihren großen Einsatz geehrt.

Über drei Monate lang lief die Kampagne „PflegerIn mit Herz“, bei der nach Österreichs beliebtesten PflegerInnen gesucht wurde. Ziel war, die „Pflege“ zum Gesprächsthema zu machen und ihr ein Gesicht zu geben – jenes der Menschen, die sich unermüdlich und mit besonderem Einsatz der Pflege Hilfsbedürftiger widmen.

Pflege – ein Zukunftsthema
Neun von ihnen – jeweils ein(e) GewinnerIn pro Bundesland - wurden nun im Ringturm der Wiener Städtischen für ihre Leistung und ihre Bedeutung für die Gesellschaft geehrt. Dr. Günter Geyer, Präsident des Vereins „PflegerIn mit Herz“ erklärte die Wichtigkeit des Themas: „Wir Österreicher und Österreicherinnen leben in einem friedlichen, wohlhabenden Land und werden von Generation zu Generation immer älter. Doch gerade mit unserer Langlebigkeit tauchen neue Herausforderungen auf, von denen eine die zunehmende Pflegebedürftigkeit ist. Es ist wichtig, sich diesem Bereich stärker zu widmen, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden.“ Offizielle Schätzungen zeigen die Herausforderungen: Bis zum Jahr 2050 wird die Anzahl der über 80-Jährigen in Österreich von heute knapp 440.000 auf über 1,1 Million zunehmen.

Die Leistung der Menschen, die sich der Unterstützung Pflegebedürftiger widmen, ist daher besonders zu honorieren. Sie unterstützen nicht nur Einzelne, sondern bilden ein Auffangnetz, das der gesamten Gesellschaft zu Gute kommt. Dieses Bewusstsein eint auch die Unterstützer der Kampagne, das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK), das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ), den Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflege Verband (ÖGKV), die Unternehmen Erste Bank und Wiener Städtische Versicherung.

„Die Lebenserwartung steigt erfreulicherweise immer stärker an, wir werden immer älter. Damit steigt auch der Bedarf an Pflegefachkräften. Denn die häusliche Pflege wird in den kommenden Jahrzehnten aufgrund des gesellschaftlichen Wandels immer weniger von Familienangehörigen – so wie heute – geleistet werden. Um genügend Personal für dieses wichtige Berufsfeld stellen zu können, werden wir auch neue Wege bei der Ausbildung gehen – wie mit dem Fachkräftestipendium, das ab kommenden Jahr möglich ist“, unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

"Aufgrund des demographischen Wandels brauchen wir langfristig mehr Fachkräfte im Pflegebereich. Gleichzeitig kann jeder Mensch plötzlich in die Lage kommen, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Umso wichtiger ist es, dass wir ein stärkeres Bewusstsein für die großen Leistungen der zehntausenden Pfleger in Österreich schaffen", sagte Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner bei der Ehrung der PflegerInnen mit Herz.

Ursula Frohner, Präsidentin des ÖGKV, unterstützte die Initiative ebenfalls: „Angehörige der Pflegefachberufe sind besonders dann für die Menschen da, wenn  Diagnostik und Therapie an ihre Grenzen stoßen, wenn Medizin einen Schritt zurück tritt, wenn es darum geht den Alltag zu bewältigen. Durch Krankheit bedingt sind dann die Verrichtungen des täglichen Lebens, oft in sehr persönlichen Bereichen, nur  eingeschränkt möglich. Daher  ist die individuelle  Unterstützung der Pflegebedürftigen in diesen sensiblen Lebensphasen von enormer Bedeutung. Pflegefachpersonen haben wichtige Aufgaben in den Versorgungssystemen. Leider wird diese zentrale Rolle nach wie vor nur sehr unzureichend wahrgenommen.“

Auch Dr. Peter Bosek von der Erste Bank Oesterreich sah den Aufklärungsbedarf: „Die meisten tendieren ja eher dazu, das Thema Pflege und all das was damit verbunden ist, eher vor sich her zu schieben. Die Kampagne hat sicher ein gutes Stück dazu beigetragen, wieder Bewusstsein zu schaffen für eine so wichtige Angelegenheit die am Ende fast jeden betrifft. Auch in den Beratungsgesprächen mit unseren Kunden merken wir das immer wieder. Unsere Aufgabe ist es aber aufzuzeigen, welche finanziellen Bürden so ein Pflegefall mit sich bringen kann und wie man sich am besten darauf vorbereitet.“

Für die Wiener Städtische Versicherung beurteilte Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer die Situation ähnlich und hatte auch Lösungsansätze parat: „Jeder von uns kann früher oder später in die Lage kommen, Pflege in Anspruch nehmen zu müssen. Dennoch ist das Bewusstsein dafür derzeit noch nicht besonders ausgeprägt. Das sehen wir an Umfragen, die wir durchführen lassen ebenso wie am Interesse an einer finanziellen Vorsorge für den Fall der Fälle. Daher haben wir uns dazu entschlossen, vielseitige Maßnahmen zu setzen, um das Thema ‚Pflege’ zum Thema zu machen. Eine dieser Maßnahmen ist unser Engagement im Rahmen der Kampagne ‚PflegerIn mit Herz’. Eine weitere ist beispielsweise die finanzielle Förderung der Pensions- und Pflegevorsorge, die wir im Jahr 2012 angeboten haben und auch in Zukunft werden wir weiter daran arbeiten, Wege zu finden, das Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher für dieses so wichtige Zukunftsthema zu schärfen.“  

Die Auswahl der PflegerInnen mit Herz
Die Kampagne „PflegerIn mit Herz“ erreichte Österreich über Print und TV, jeder war ab September dazu aufgerufen, PflegerInnen mit einer Begründung zu nominieren. Aus den knapp tausend Nominierungen wählte eine Expertenjury – bestehend aus den Kampagnenpartnern und aus den NGOs Caritas, Hilfswerk, Diakonie, Rotes Kreuz und Volkshilfe – anschließend eine/n PflegerIn mit Herz pro Bundesland aus.

In Wien fiel die Wahl auf die diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester Helene Gludovatz. Sie wurde gleich mehrfach von ihren Pfleglingen aus dem Haus Fortuna in Wien nominiert, wurde aber von ihrem Gewinn trotzdem überrascht: „Für mich ist wichtig, mit Optimismus durchs Leben zu gehen, und auch in schwierigen Situationen die positiven Seiten zu sehen. Ich helfe dort, wo Hilfe notwendig ist, und ziehe mich zurück, wo es keiner Unterstützung bedarf.“
 
Die neun GewinnerInnen von ‚PflegerIn mit Herz’ sind:

Burgenland: Frau Maria Beneduc, Kleinhöflein. 24h Pflegerin
Kärnten:Herr Adolf Peichl jun., Friesach. Pflegehelfer im St. Hemma Haus
Niederösterreich:Herr Josef Lechner, Haag. Ehrenamtlicher Helfer
Oberösterreich:Herr Dominik Nussbaumer, Pettenbach. Fach-Sozialbetreuer mit dem Schwerpunkt Altenarbeit im Altenheim Kirchdorf an der Krems
Salzburg:  Frau Marina Auer, Siezenheim. Hauskrankenpflegerin beim Hilfswerk Salzburg
Steiermark:  Frau Monika Ziegerhofer, Graz. Diplom Sozialbetreuerin für Altenarbeit im Haus am Ruckerlberg
Tirol: Das Pflege-Team der Station Medizin 2, Bezirkskrankenhaus Schwaz
Vorarlberg:Frau Bernadette Schneider, Andelsbuch. Familiäre Pflege
Wien:Frau Helene Gludovatz, Wien. Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester im Haus Fortuna

Bildunterschrift Gruppenfoto
(v.l.n.r.): Maria Beneduc (Bgld.), Ramona Schöser (T), Daniela Moser (T), Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner, Johanna Moser (T), Daniela Soykan (Moderation), Maria Mair (T), Dr. Günter Geyer, Präsident Verein ‚PflegerIn mit Herz’, Helene Gludovatz (W), Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Marina Auer (Sbg.), Mag. Robert Lasshofer, Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung, Dominik Nussbaumer (OÖ), Dr. Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand Erste Bank, Josef Lechner (NÖ), Monika Ziegerhofer (Stmk.), Adolf Peichl (Ktn.) und Bernadette Schneider (Vbg.). © Wiener Städtische/Chris Singer

Bildunterschrift Foto Wien
(v.l.n.r.): Helene Gludovatz mit Kolleginnen und Sozialminister Rudolf Hundstorfer. © Wiener Städtische/Chris Singer