IMPULS Top-Story: Die Macht der Psyche

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IMPULS Top-Story: Die Macht der Psyche

Die Macht der Psyche

Krank sein ohne organische Ursache: was von Ärztinnen und Ärzten oft unentdeckt bleibt, kann ein Hilfeschrei unserer Psyche sein. Diese scheinbar negative Kraft können wir auch gezielt zu unserem Vorteil nutzen – ein Wegweiser zu mehr Wohlbefinden mithilfe der Psyche.

Fast jede und jeder von uns kennt den Zustand aus eigener Erfahrung: Unwohlsein, schmerzhafte Beschwerden im Magen oder im Rücken, Schwächegefühl oder -Herzrasen – Symptome, die vorliegen, ohne dass eine direkte körperliche Ursache feststellbar ist. Im besten Fall verschwinden die Beschwerden von selbst wieder. Manchmal aber zwingen sie uns zu einem Arztbesuch, und wenn dieser keine Ergebnisse bringt, kann es schnell in einem „Marathon“ von einer Spezialistin, einem Spezialisten zum oder zur nächsten enden. Denn ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Bei körperlichen Beschwerden, die keine organische Ursache haben, kann eine heimliche „Machtquelle“ im Spiel sein – unsere Psyche. Sie kann sich über den Körper Gehör verschaffen, wenn der seelische Leidensdruck zu groß wird. Sie macht uns auf Defizite oder unaufgearbeitete Probleme aufmerksam – und das kann schmerzhaft sein. In der Fachsprache wird dann oft von psychosomatischen Beschwerden gesprochen. Werden diese endlich als solche erkannt, kann konkrete Hilfe gefunden und den Beschwerden der „Kampf“ angesagt werden. Denn Psychosomatikerinnen und Psychosomatiker sprechen zwei Sprachen: die unseres Körpers und zusätzlich die unserer Seele. Und man darf bei all dem Leidensdruck eines nicht vergessen: Die Psyche kann auch ungeahnte Selbstheilungskräfte in Gang setzen.

Einfluss der Psyche ernst nehmen

Die Ursache körperlicher Symptome kann also im Denken und Fühlen liegen. Ständig wiederkehrende negative Gedanken, Sorgen und Ängste aktivieren im Körper materielle Strukturen, die zu krankhaften Symptomen oder tatsächlichen Krankheitsbildern führen können. Aber es funktioniert auch in die andere Richtung: Ständiges körperliches Leid kann ebenso gut zu psychischen Problemen führen. Eine Wechselwirkung von Körper und Seele ist gegeben. Diese Erkenntnis ist nicht neu. In unserem Sprachgebrauch deuten Sätze wie: „Das geht mir an die Nieren“, „Mir wird schwer ums Herz“ oder „Das geht mir auf die Nerven“ stark auf dieses Zusammenspiel hin. Studien belegen beispielsweise, dass die bloße Angst vor Elektrosmog den Körper schädigen kann, auch wenn gar kein Elektrosmog vorhanden ist. Menschen fühlten sich dieser Untersuchung zufolge schlechter, als ein mobiler Sendemast in ihrem Lebensbereich aufgestellt wurde, obwohl dieser nur teilweise in Betrieb war und auch nur minimal strahlte. Oder auch die bloße Information an die deutsche Bevölkerung, dass keine Sendemasten in unmittelbarer Nähe von Schulen und Krankenhäusern aufgestellt werden würden, führte zu Angstreaktionen. Die Schlussfolgerung daraus war naheliegend: Wenn dieses Gebot erlassen wird, dann müsse ein Sendemast ja schlechte Auswirkungen auf das Leben haben. Ein weiteres spannendes Studienergebnis: Wird ein Mensch von anderen zurückgewiesen, können bestimmte Entzündungswerte im Blut steigen und die Schmerzwahrnehmung kann sich verändern. Nur zu oft werden solche Symptome nicht ernst genommen oder man wird von der Umwelt als Hypochonderin oder Hypochonder abgestempelt. Das ist ein schwerer Fehler, denn so kann sich die Situation zusätzlich verschlimmern.

Keine Einbildung

Jeder Schmerz des Körpers, der durch die Seele verursacht wird, ist keine Illusion, sondern trotzdem real. Chronische Schmerzen im Allgemeinen, Rückenschmerzen, Schlafprobleme, ständig wiederkehrende Kopfschmerzen – sie alle existieren wirklich und haben sich aus einer Belastung heraus ergeben und teilweise vielleicht auch schon manifestiert. Der Grundstein für spätere psychisch bedingte Leiden wird oft schon in der Kindheit oder in der Pubertät gelegt. Je länger nichts dagegen unternommen wird, umso mehr festigen sich die Beschwerden. Es sind Erfahrungen, belastende Lebensumstände in der Kindheit, wie beispielsweise Verlust, Krankheit, extreme Behütung oder auch mangelnde Versorgung, die zu einer Entwicklung von psychosomatischen Störungen beitragen können. Auch die Reaktion des Umfeldes auf Körper-symptome prägt und verstärkt eventuell die Symptomatik. Ein Beispiel: Werde ich beim leisesten Anzeichen einer Erkrankung sofort von der Mutter „behandelt“ und bekomme ungestörte Aufmerksamkeit, werde ich darin womöglich einen Gewinn sehen.

Das Potenzial der Psyche nützen

Aber: Wir können auch bewusst gegensteuern und die Kräfte der Psyche für uns nützen. Ein Beispiel dafür ist die Heilung durch Glauben. Wir alle kennen den Ausspruch: „Der Glaube kann Berge versetzen.“ Viele Menschen sind überzeugt, dass das funktioniert. Dabei ist nicht entscheidend, an welchen Gott ich glaube, vielmehr ist der Glaube an sich selbst bereits das Heilmittel. Menschen können durch ein Zusammenspiel von Faktoren, unter anderem auch Glaube und Beten, nachweislich eine Verbesserung der psychischen Befindlichkeit erreichen. Aber ob es das Gebet allein, der meditative Zustand, das Umfeld währenddessen oder auch andere Einflüsse sind, gilt es noch nachhaltig zu erforschen. Geschichten von Wunderheilerinnen und Wunderheilern oder Heilung durch Handauflegen kursieren seit jeher durch unsere Gesellschaften und auf allen Kontinenten. Wie viel Wahrheit darin steckt, ist leider nur schwer zu differenzieren. Belege sind meist keine vorhanden – außer den Berichten der Betroffenen, und die sind wissenschaftlich nicht verifizierbar. Dennoch: Eben diese Erfahrungsberichte verstummen niemals gänzlich. Jede und jeder von uns hat schon einmal davon gehört oder gelesen. Schamanischen Heilritualen wird beispielsweise attestiert, dass sie einen Impuls, einen Auslöser zur Selbstheilung erreichen können und dass dem Glauben daran selbst große heilende Kraft innewohnt. Wesentlich für eine Heilung ist laut Expertinnen und Experten vor allem, dass ein starker innerer Glaube und Vertrauen in die eigenen Kräfte gegeben sind. Beides führe zu positiven Effekten. Eine Möglichkeit zur Erforschung dieser mentalen Macht ist jedoch weithin bekannt: Testreihen mit Placebo-Präparaten, also wirkungslosen Medikamenten. In der Forschung rund um Schlaf- und Schmerzmittel wurde mittels -Placebos hohe Wirkung erzielt, die Probandinnen und Probanden verspürten Linderung allein durch den Glauben, ein Medikament bekommen zu haben. Wieder beweist uns unsere Psyche, welche Macht sie hat: Hier kann sie heilend arbeiten, bei dem weiter oben genannten Beispiel des Elektrosmogs kann sie krank machen. Wenn wir uns dessen bewusster werden, innere Stärke und Vertrauen aufbauen, dann können wir durchaus mit der Macht in uns Positives bewirken.

Kontrolle über unsere eigene Psyche

Schon allein wenn wir uns bewusst machen, dass auch die Psyche Auslöser so mancher Beschwerden sein kann, sind wir auf dem richtigen Weg. Mit kompetenten Expertinnen und Experten, die eine ganzheitliche Sicht auf ihre Patientinnen und Patienten haben, können die Beschwerden dann gezielt bekämpft werden. So können etwa auf Psychosomatik spezialisierte Ärztinnen und Ärzte bei der Abklärung der Symptome und bei der Wahl der richtigen Therapie helfen. In manchen Fällen ist auch eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut die richtige Ansprechperson, um der Ursache von Beschwerden auf den Grund zu gehen und sie ein für alle Mal loszuwerden. In den Fachmedien wird die Psychotherapie als Mittel erster Wahl genannt, gleich nach der gründlichen organischen Abklärung aller möglichen Ursachen für die Beschwerden. Erst wenn körperliche Ursachen gänzlich ausgeschlossen wurden, kann mit psychologischer Behandlung oder Psychotherapie begonnen werden. Hier wird Ursachenforschung betrieben – mögliche zugrunde liegende Konflikte werden aufgespürt, andauernde Belastungssituationen identifiziert und neue Verhaltensmuster erlernt. Selbstwirksamkeit, also das Vertrauen darin, eine Aufgabe bewältigen zu können, wird trainiert und es wird gelernt, die Symptome als Sprache des Körpers zu verstehen, womit die Befindlichkeit der Seele verständlich gemacht wird. Ziel ist es, die Gefühle mit der Körpersprache zu verknüpfen.

  • Was sollten Betroffene selbst tun?
  • Professionelle Hilfe einholen
  • Nicht gegen die Symptome leben, sondern „mit“ ihnen
  • Eigene innere Kraft und Ressourcen stärken und nützen
  • Hobbys ausleben, soziale Kontakte verstärken, Austausch suchen
  • aus dem Glauben Kraft schöpfen
  • Expertin/Experte für seine Themen werden 

Die Psyche ist ein Machtfaktor, der uns keine Angst machen sollte. Vielmehr kann sie uns wertvoller Mahner und warnende Stimme sein und uns auf einen für uns persönlich besseren Lebensweg führen.

Gut versichert

Die Wiener Städtische bietet ergänzend zur Sonderklasseversicherung zu begünstigten Prämien eine Versicherung für ambulante Arztkosten an. Diese Leistungen decken die Kosten ambulanter Behandlungen beim Wahlarzt oder Privatarzt – neben der Physiotherapie, Heilbehelfen wie Brillen und Hörgeräten sowie Medikamenten auch jene für eine Psychotherapie, wenn diese ärztlich verordnet wurde. Mehr Informationen finden Sie unter wienerstaedtische.at/privat/gesundheit oder erhalten Sie telefonisch unter +43 50 350 350.