Erste Hilfe-Maßnahmen
Der Ablauf der Hilfeleistung nach einem Unfall kann wie eine Kette gesehen werden, die aus fünf Gliedern besteht.
Der Ersthelfer wird im Bereich der ersten drei Glieder der Kette benötigt:
Verhalten bei Straßenunfällen:
- Absichern der Gefahrenzone mit Warndreieck – in ausreichender Entfernung.
- Bergen aus einer Gefahrensituation mit Bergegriffen:
Wegziehen: Der Helfer überkreuzt beide Arme des Verletzten unterhalb des Kopfes und zieht ihn aus der Gefahrenzone, dabei den Verletzten nur soweit wie nötig anheben.
Rautegriff: Bevor der Verunglückte aus dem Pkw geborgen wird, ist darauf zu achten, dass - der Helfer den zu Bergenden leicht nach vorne beugt.
- die Beine des Verletzten nicht eingeklemmt sind,
- vom Helfer der Sicherheitsgurt geöffnet wird und
nun erfaßt der Helfer den Verletzten mit dem Rautegriff, dreht ihn zu sich und zieht ihn so aus dem Wagen, daß der Verletzte auf den Oberschenkeln des Helfers zu liegen kommt. So bringt er ihn aus dem Gefahrenbereich.
Alarmieren Sie sofort die Einsatzkräfte:
Feuerwehr | 122 |
Polizei | 133 |
Rettung | 144 |
Euronotruf | 112 |
Bewusstseinskontrolle
Person laut ansprechen
Person am Unterarm berühren
Person einen kurzen Schmerz am Unterarm zufügen (Zwicken)
Reagiert die Person nicht --> Atem-Kreislaufkontrolle.
Reagiert die Person --> Blutstillung
Atem- und Kreislaufkontrolle
Person auf den Rücken legen
Seitlich neben der Person knien
Kopf an Kinn und Haaransatz fassen
Kopf nackenwärts überstrecken
Durch Hören, Fühlen und Sehen feststellen ob die Person normal atmet.
Wenn ja --> Stabile Seitenlage
Wenn nein --> Herzdruckmassage und Beatmung
Stabile Seitenlage
Näherliegenden Arm der Person ausstrecken und im rechten Winkel neben den Körper legen.
Gegenüberliegendes Knie in der Kniekehle fassen und mit dem gegenüberliegenden Arm ein Dreieck bilden.
Vorsichtig zu sich drehen, bis die bewusstlose Person auf der Seite liegt.
Kopf nackenwärts überstrecken und das Gesicht dem Boden zuwenden.
Herzdruckmassage
Person muss auf einer harten Unterlage liegen.
Die Handballen übereinander auf die Mitte des Brustkorbes legen.
Mit durchgestreckten Armen den Brustkorb 4 – 5 cm niederdrücken
Brustkorb 30 Mal niederdrücken, danach 2 Mal beatmen.
Beatmung
Kopf nackenwärts überstrecken.
Beatmungstuch über den Mund der Person legen.
Nase mit Daumen und Zeigefinger verschließen.
Tief einatmen und so beatmen, dass sich der Brustkorb wie bei einer normalen Atmung hebt.
Nach jeder Beatmung tief Luft holen.
Nach der 2. Beatmung wieder 30 Herzdruckmassagen.
In Zusammenarbeit mit dem Wiener Roten Kreuz