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Qualm Alarm

Weltweit beginnen täglich 100.000 Jugendliche zu Rauchen. rund 25 Prozent der Kids greifen in Österreich regelmäßig zur Zigarette. Das Einstiegsalter liegt bei zwölf Jahren. Alarmierende zahlen, die man nicht ignorieren sollte!   

Allein in Österreich greifen mehr als ein Viertel der - 15-jährigen Mädchen und ein Fünftel der gleichaltrigen Burschen täglich zur Zigarette. 49 Prozent aller 15- bis 29-Jährigen sind Raucher. Neben dem Trend zu immer jüngeren Rauchern belegt die aktuelle Spectra-Studie „Die Raucher in Österreich“ auch die Verharmlosung der Sucht: Mehr als die Hälfte der Raucherinnen und Raucher schätzt den Tabakkonsum als „weniger gefährlich“ ein. Ein alarmierendes Zeichen, wenn man die Folgen des Nikotinkonsums betrachtet: Alle zehn Sekunden stirbt daran ein Mensch. Bis zum Jahr 2030 werden - bei gleichbleibenden Trends im Raucherverhalten - weltweit bis zu zehn Millionen Menschen jährlich an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Der blaue Dunst ist verantwortlich für 60 bis 90 Prozent der Erkrankungen an Lungenkrebs, für 30 Prozent der Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs und 30 bis 70 Prozent der Fälle von Blasenkrebs. In Kombination mit Alkohol verursacht Tabakkonsum 85 Prozent der Fälle von Kehlkopfkrebs. Jugendliche reagieren noch viel sensibler auf die Schadstoffe des Zigarettenrauchs, da ihr Organismus noch nicht ausgereift ist. Das kann dazu führen, dass ihr Körperwachstum stagniert und auch das Wachstum einzelner Organe negativ beeinflusst werden kann. „Kinder und Jugendliche sind zu jung, um die Gefahren entsprechend einschätzen zu können. Wir müssen noch mehr Aufklärungsarbeit - vor allem bei der Jugend - leisten. Erst wenn es nicht mehr ‚cool‘ ist zu rauchen, wird auch die Raucherrate sinken“, weiß der Präsident der Krebshilfe, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda.
Rauchmotive der Jugendlichen

Nach neuesten Umfragen rauchen 39 Prozent der 13- bis 16-Jährigen, weil ihre Freunde rauchen, und 35 Prozent aus Genussgründen. 19 Prozent geben Stress, Probleme oder Frust als Grund an und 16 Prozent, weil rauchen „cool“ sei. Deutlich wird hier, dass Gruppenzwang ein Hauptmotiv jugendlicher Raucher darstellt. Wer nicht raucht, gilt schnell als Außenseiter. Um sich Schikanen zu ersparen, ziehen die meisten mit. Ob sie nun wirklich wollen oder nicht. Fest steht, dass Jugendliche schon recht früh mit Zigarettenkonsum konfrontiert werden, sei es durch die eigenen Eltern oder via Filme, in denen die „coolen“ Darsteller meist Raucher sind. Nicht zuletzt gibt es in Österreich tausende Tabakautomaten, an denen sich Kinder unbehelligt jederzeit Zigaretten ziehen können.

Rechtzeitige Aufklärung

Gemeinsam mit 90 Experten arbeitet die Krebshilfe an den Schulen, bietet beispielsweise jugendgerechte Informationen an und unterstützt die Lehrerinnen und Lehrer bei der Aufklärungsarbeit über die Risiken des Rauchens. Mit der neuen Nichtraucherkampagne der EU, „Help - Für ein rauchfreies Leben“, soll Jugendlichen, Nichtrauchern und allen, die das Rauchen aufgeben wollen, geholfen werden, ein rauchfreies Leben führen zu können. „Es ist ganz logisch, dass sich auch die Europäische Kommission mit dem Thema befasst. Schließlich herrscht das Problem überall“, erklärt Michael Hübel, Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission.


Infos und Links

Tipps, Informationen und Hilfe für ein rauchfreies Leben erhalten sie unter folgenden links:

Informationskampagne der Europäischen Union,
„HELP - Für ein rauchfreies Leben“: www.hbi.de/help-eu

Initiative der Österreichischen Krebshilfe in Zusammenarbeit mit der Initiative der Ärzte gegen Raucherschäden, der EU, bm:bwk und bmgf: http://www.besmart.at/ http://www.krebshilfe.net/

Text: Astrid Weigelt


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